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Die Nordsee-Insel Helgoland – Lange Anna, Leuchtturm und Lummenfelsen


Lange Anna auf Helgoland 225x300 Die Nordsee Insel Helgoland – Lange Anna, Leuchtturm und Lummenfelsen

Lange Anna, Foto: Hans Peter Dehn/ pixelio.de

Friesisch, Dänisch, Britisch und schließlich Deutsch: Die nicht einmal 2 km² große Insel inmitten der Deutschen Bucht mit ihren lediglich knapp 1300 ständigen Bewohnern hat im Lauf der Jahrhunderte schon viele verschiedene Herrscher erlebt, denn ungeachtet ihrer geringen Größe war ihre Lage strategisch-militärisch betrachtet in früheren Zeiten von immensem Wert und ist dies auch heute noch, allerdings eher aus touristischer, speziell auch steuerrechtlicher Perspektive.

Bereits 1826 unter damals noch englischen Fittichen zum Seebad erhoben, darf sich Helgoland seit 1962 auch staatlich anerkanntes Nordseeheilbad nennen. Das einzigartige, sehr milde Hochseeklima mit seinem Jod- und Sauerstoffreichtum und seiner fast pollenfreien Luft prädestiniert die Insel geradezu als für die Therapie von Erkältungs- , Atemwegs-, Haut-, allergischen und rheumatischen Erkrankungen bestens geeigneten Ort. Das moderne Kurmittelhaus bietet Massagetherapien, Entstauungsbehandlungen, Medizinische Bäder, Inhalationen, Kälte- und Wärmebehandlungen, Krankengymnastik und Elektrotherapien mit verschiedenen Schwerpunkten durch erfahrenes und geschultes Personal an und genießt dadurch einen entsprechend guten Ruf.

Neben dem überraschend milden und gleich bleibenden Klima der Insel, begeistert auch die erstaunliche Artenvielfalt in Fauna und Flora, die man auf dem räumlich doch sehr übersichtlichen Eiland findet. Angefangen von dem Lummenfelsen hinter dem Wahrzeichen der vorgelagerten Felsformation „Lange Anna“, auf dem alljährlich tausende von Seevögeln, wie z.B. Dreizehen- und Silbermöwen, Tordalken, Basstölpel und die namensgebenden Trottellummen ihren Nachwuchs ausbrüten, über die Seehund- und Kegelrobben-Kolonien am Nordstrand der Nachbarinsel Düne bis hin zu den hier noch existenten einheimischen Wildformen bekannter Kulturpflanzen, wie beispielsweise der wilden Rübe und des Klippenkohls: Helgoland ist gerade durch seine isolierte Lage mitten im Meer ein bedeutendes Refugium und Schutzgebiet für seltene und z.T. gefährdete Pflanzen und Tiere geblieben.

Doch natürlich prägen nicht nur animalische und botanische Inselbewohner das helgoländische Erscheinungsbild. Großen Teilen der Insel sieht man die vielen menschengemachten Veränderungen zu Kriegs- wie Friedenszeiten deutlich an. Ohne weitreichende Baumaßnahmen, wie z.B. die bereits 1927 fertig gestellte Schutzmauer um die „Lange Anna“ und die unter der nationalsozialistischen Diktatur begonnene, jedoch nie wie ursprünglich geplant fertig gestellten Baumaßnahmen des sog. „Projekts Hummerschere“, von dem lediglich das Helgoländer Nordostgelände und die kontinuierliche Vergrößerung der Helgoländer Düne realisiert wurden, gäbe es Helgoland in seiner heutigen Form unter Umständen gar nicht mehr; zumindest wäre es flächenmäßig noch um einiges kleiner.

Neben der stets präsenten „Langen Anna“ als Naturdenkmal sind vor allem der sich seit 1952 in Betrieb befindliche Leuchtturm mit seinem lichtstärksten deutschen Feuer und der benachbarte Richtfunkturm mit seiner architektonischen Besonderheit der ihn stützenden Abspannseile (so. Pardunen) von Bedeutung. Darüber hinaus werden die ehemals als Behausungen der Fischer und heute durchweg touristisch genutzten Hummerbuden im Hafen ihres farbenfrohen Anstrichs wegen gerne fotografiert. Empfehlenswert ist auch das Museum Helgoland mit seinen verschiedenen Ausstellungen z.B. zu den Themen “Leben und Arbeit auf Helgoland„ oder „Geologie und Fossilien”. Hier findet sich auch eine kleine Abteilung zum Leben und Wirken des vielleicht bekanntesten Helgoländers, des deutschen Schriftstellers und Dichters James Krüss (1926 bis 1997).

Weitere Attraktionen der Insel sind die Landungsbrücken und die Reede, die z.T. zu besichtigenden unterirdischen Bunkeranlagen aus dem 2. Weltkrieg und vor allem auch das 1998 nach seiner Renovierung wieder eröffnete Lehr-Forschungs- und Schau-Aquarium der Biologischen Anstalt Helgoland mit seinen 19, mit frischem Nordseewasser gespeisten Becken, die den berühmten blauen Hummer und europäischen Stör beherbergen und die im Rahmen schulischer und akademischer Weiterbildung eifrig von Besuchergruppen genutzt werden. Baden und sich sonnen kann man auf Helgoland übrigens nicht nur an den Stränden der Düne, sondern auch in dem mit Innen- und Außenpool ausgestatteten “mare frisicum spa helgoland”, welches außerdem über eine üppige Saunalandschaft und einen mit Meerwasser gefüllten Whirlpool verfügt.

Und natürlich genießt Helgoland auch einen hervorragenden Ruf als günstiges Shoppingparadies, da hier die deutschen und die EU- Zollbestimmungen nicht gelten und auch keine Mehrwertsteuer  erhoben wird. Hochwertige Waren wie Parfümerieprodukte, Porzellan, Schmuck, und Optik können hier erschwinglich erstanden werden, wobei man natürlich die Ausfuhrbestimmungen tunlichst beachten sollte.

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